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Terror in London
Wer steckt dahinter?

Kürzlich blieb die Linie 6 der Wiener U-Bahn kurz vor der Station Westbahnhof stehen, was man zuerst achselzuckend registriert. Dann entsteht aber Unruhe, was auch die knappe Durchsage, es habe ein rotes Haltesignal gegeben, nicht beseitigen kann. Weitere Erklärungen wären fein gewesen, immerhin wissen die Fahrgäste nur ungefähr, was im Falle einer grösseren Panne zu tun ist: aussteigen und vorsichtig an den Gleisen entlanggehen, wo der Strom abgeschaltet sein sollte. Nach zehn Minuten geht es weiter, dier Zug fährt in die Station ein, ist aber weiterhin auffällig langsam unterwegs. Es war genug Zeit, sich des Eingesperrtseins im Dunklen und der Ahnungslosigkeit bewusst zu werden. Aber alles in allem kein Grund, nicht weiterhin unbeschwert mit der U-Bahn unterwegs zu sein.

In London wurde am 7.Juli 2005 im Frühverkehr der Alptraum all jener Wirklichkeit, die täglich die U-Bahnen der Grossstädte frequentieren. 3 Bombenexplosionen nacheinander, viele Tote, hunderte Verletzte, dann auch noch ein zerfetzter Autobus, was nach Selbstmordattentäter aussieht. Ich denke nicht an Madrid 2004, sondern an den Bahnhof von Bologna einstmals in Italien, einem Bombenattentat, das von rechten Terroristen im Auftrag europäischer geheimdienstlicher Strukturen verübt wurde. Im Buch "Gladio" schreibt Dario N. Azzellini zum 2. August 1980, wo Teile der Bahnhofshalle von Bologna durch eine Bombe zum Einsturz gebracht wurden und 85 Menschen starben: "Der Anschlag erfolgte, kurz nachdem bekannt geworden war, dass das Parlament im Fall P 2 ermitteln wollte. Der Prozess gegen die zwei hauptangeklagten Faschisten ging 1988 mit langen Strafen für sie zu Ende. In einem späteren Verfahren wurden auch drei Geheimdienstmitarbeiter und P 2-Logenmeister Licio Gelli wegen ihrer Versuche, falsche Spuren zu legen, verurteilt."

Medien wandten sich gegen Extremismus von Links und Rechts ähnlich den sofortigen Schuldzuschreibungen an Islamisten in späteren Zeiten. Bologna war nur ein besonders furchtbarer von vielen Anschlägen, die sich nicht nur in Italien gegen die Zivilbevölkerung richteten, diese einschüchterten, da "es" jederzeit und überall "passieren" kann. "Destabilize in order to stabilize" nennt sich diese Strategie, weil hierdurch stets mehr "Sicherheit" gefordert werden kann. Einer der neuesten Texte auf der kanadischen Globalresearch-Webseite wurde vor dem 7. Juli gepostet und handelt von vorbeugendem Terrorismus. Hierin wird die Definiton von Terrorismus zitiert, wie sie ein US Army Manual gibt: der kalkulierte Einsatz von Drohung oder Gewalt, um Ziele zu erreichen.

Amy Teibel schriib für Associated Press einen Artikel, wonach der israelische Minister Netanyahu, der in einem Hotel über einer der betroffenen U-Bahn-Stationen weilte, Warnungen erhalten habe. Scotland Yard habe die isrealische Botschaft informiert, dass man Warnungen vor Anschlägen bekommen habe. Niemand durfte nun die Botschaft betreten oder verlassen, hiess es. Wer profitiert, fragt eine Stellungnahme auf Prisonplanet.com, die sich auch mit den widersprüchlichen Meldungen über die Warnung Netanyahus befasst. Zuerst soll er ja VORHER gewarnt worden sein, doch die nächsten Aussendungen behaupten, man habe ihn NACH dem ersten Anschlag gewarnt. Allerdings heisst es nun auch, Israel sei keinesfalls gewarnt worden. Und selbst wenn Netanyahu erst NACH dem ersten Anschlag informiert wurde, besteht ein seltsamer Kontrast dazu, dass der Londoner Bevölkerung vorgegeben wurde, es handle sich um Probleme in der Stromversorgung des U-Bahn-Netzes. "Just like the events of 9/11, ask yourself, who stands to gain from this? Could this have been organized by any group other than one who has direct unlimited access to all areas of London's transport grid at all times?" Und wie wir noch sehen werden, wurde gerade in Grossbritannien die islamistische Szene genau beobachtet, es gab viele Festnahmen, doch nie Verurteilungen. Entsprechende Webseiten sind leicht zu ihren Urhebern zu verfolgen, wobei manche sogar über Büros verfügen.

Der Autor des Kommentars schreibt ausserdem: "We predicted this would happen over a year ago after analyzing the propaganda and fearmongering that was being ratcheted up to the extreme in London. Paul Joseph Watson has predicted these events as imminent several times on The Alex Jones Show in recent months." Mit anderen Worten wurde also die Bevölkerung psychologisch darauf vorbereitet, dass "etwas passieren" könnte. In der erwähnten Alex Jones Show meinte übrigens der britische Abgeordnete George Galloway, der in den USA gegen die Irakpolitik der amerikanischen und britischen Regierung aussagte, dass ein Anschlag möglich sei, um eine Unterstützung des beiderseits des Atlantiks umstrittenen "Krieg gegen Terror" einschliesslich Irak herbeizuführen. "The similarities with the Madrid bombing of 3/11/04, which we have persistently highlighted as an inside intelligence operation, are stark with bombs on separate trains set off within minutes of each other as the trains neared the stations. The so called perpetrators were quickly linked to an 'Al Qaeda' cell in Europe but later as we reported were linked to the Spanish Security service. They then mysteriously Killed themselves as this information was seeping out. It then became apparent that Spain's government was using the bombings for its own gains and many went to the streets in Spain to declare they knew that their own government was behind the attacks. Further Intelligence was withheld by the government, we expect the same will happen in Britain after today's attacks."

Wenn nun die Verfechter der offiziellen 7/7-Verschwörungstheorie immer wieder auf Madrid verweisen, können wir dies in den erwähnten wie auch in weiteren Punkten durchaus ernst nehmen. Die Frage nach dem Cui Bono hat neben weltpolitischen und US-amerikanischen auch britische Facetten. So wird nun eine nationale Regelung über ID-Cards ohne weiteres durchgezogen werden können, weil ja jetzt kaum wer etwas dagegen haben kann. Nicht zu vergessen, dass nur 15% der britischen Bevölkerung die so oft bei Iraklügen ertappte Regierung Blair unterstützen, die nun wohl auch gestärkt sein wird. Sollen doch jetzt "unsere Werte" gegen reale und imaginäre Feinde verteidigt werden. Der Autor befürchtet, dass die zu erwartenden "Polizeistaatmassnahmen" besonders auf alle Formen des Verkehrs angewendet werden sollen, sodass man nicht mehr ohne ID-Card durchs eigene Land reisen kann. Er fragt sich, ob der britische Geheimdienst MI5 involviert sein kann, der üblicherweise die Verbindung zwischen der Regierung und Anschlägen besonders gut tarnt.

Dennoch ist mehrmals aufgeflogen, dass ein vermeintliches IRA-Bombenattentat unter Beteiligung des MI5 stattfand. "The military-industrial complex has the motive in this latest atrocity. Every major western government, including the British, has been caught red-handed carrying out bombings against their own people and blaming it on external enemies. It is mainstream news in Spain that the government was involved in the 3/11 bombing." Enorme Gewinne sind beispielsweise mit jeder Art von Überwachungstechnologie zu machen.... Von hier aus fällt eine gewisse Uniformität der Berichte britischer Zeitungen im Web durchaus auf, doch geht der Autor noch weiter, indem er sich auf die Aussage des Reporters Simon Aronowitz bezieht. Dieser hat einen Kontakt innerhalb der BBC und meint, Journalisten finden die Art und Weise, wie berichtet wird, höchst ungewöhnlich. Also ob die veröffentlichten Nachrichten sorgfältig gefiltert werden.

Justin Raimondo schreibt in seinem Antiwar-Blog, dass es in London mehr Überwachungskameras pro Häuserblock gibt als in jeder anderen Stadt der Welt - und was hat es gebracht? Er sieht die Anschläge als direkte Vergeltung für das, was "die Terroristen" im Irak als "Massaker" bezeichnen. Tatsächlich HABEN wir die Wahl und müssen uns nicht mit Terror abfinden, da der Krieg im Irak eine Frage der Wahl und keine Notwendigkeit ist. Mike Marqusee schreibt im Counterpunch, dass sich die Antikriegsbewegung dem Wunsch nach "mehr Rache" widersetzen müsse. "The bomb blasts were grimly predictable. Indeed, they had been widely and repeatedly predicted - not least by rank-and-file Londoners, who knew that by taking Britain into Iraq side-by-side with the USA, Tony Blair had placed their city in the firing line. As I write, the wreckage is being cleared and the casualties counted. But Blair has already appeared on television to address the nation, pledging to defend 'our values' and 'our way of life' against those who would 'impose extremism on the world'. He spoke of the unity of 'civilised nations' in resisting 'terrorism'. While the delivery may be slicker, his 'us' vs 'them' world-view was indistinguishable from Bush's. Even by Blair's standards, it was a performance of nauseating hypocrisy, as he sought to seize the moral high ground in relation to violence and destruction that he himself helped unleash."

Blair verwendet also, mit etwas mehr Rhetorik, das sattsam bekannte Freund-Feind von George W.Bush. Medienberichte sprechen am Tag danach davon, dass es keinerlei klare Spuren gäbe, alles aber "die Handschrift von Al Qaida" trage. Der Widerspruch fällt niemandem auf, wird doch auch Osama Bin Laden als nicht sehr aktiv verkauft. Wie denn? Mit dem Dialysegerät seit nunmehr vier Jahren in einer der bombardierten Höhlen Afghanistans? Man weiss also nichts, weiss aber, wer dahintersteckt - wie gehabt. Bei einem Fernsehkrimi würden alle abschalten, würde so plump vorgangen und eben nicht ermittelt werden. Hier aber sollen wir dies für Realität halten. Obwohl man sich ebenso fragen könnte, ob Anschläge gegen öffentliche Verkehrsmittel nicht in erster Linie Autokonzernen und der Sicherheitsindustrie nützen. Oder, ernsthaft, ob das wenige an bisher gesicherten Fakten nicht eine ganz andere "Handschrift" als die einer bisher unbekannten Suborganisation des Phantoms Al Qaida tragen könnte. Es ist nämlich von geringen Mengen an Sprengstoff die Rede, die immerhin in einem Fall einen U-Bahn-Tunnel so schwer beschädigt haben, dass die Leichen noch nicht geborgen werden können. Und von Fernzündung, was alles zusammen an professionell und präzise durchgeführte Attentate scheinbar unabhängiger europäischer Terrorgruppen erinnert, die in Wahrheit militärisch-geheimdienstlichen Hintergrund haben.

Text: Alexandra Bader

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Unsere 9/11-Stories & Irakkrieg-Stories sind hier gesammelt...

- weitere Berichte 2005 & 2004


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