(22.8.2009) Landeshauptmann Dörfler setzt gerne, was er nicht als Einziger tut, Frauen mit Familie gleich. Daher ist auch alles, was ihm meist als Maßnahme für Frauen einfällt, Kinderbetreuung. Diese erleichtert zwar die Berufstätigkeit, ist also indirekt durchaus etwas, das Frauen unterstützt - aber historisch betrachtet nun wirklich nicht so neu. Nun weist Dörfler darauf hin, dass Familie und Frauen die Keimzelle der Gesellschaft seien. Biologisch betrachtet hat er sogar recht, da die Abstammung von Menschen in der weiblichen Linie verfolgt werden kann, weil die Mitochondrale DNA nur so weitergeben wird und diese den Erfolg des Menschen als Spezies ausmacht.
Interessant ja auch, dass Frauen von den Chromosomen her Frauen sind und Männer halb Mann, halb Frau. Aber das meinte Dörfler sicher nicht, sondern er behauptet, 80% der Eltern wollten ihre Kinder zuhause betreuen, was dann dementsprechend unterstützt werden soll. Heisst das, Mütter und Väter werden das dann gleichermaßen tun, wenn es finanzielle Anreize gibt, oder dass Eltern wollen, dass Mütter es machen (bye bye Arbeitsmarkt)? Das ist jedenfalls die Aussendung, in der nicht von einer ewatigen Unterstützung von Väter die Rede ist - plus Reaktionen darauf:
LH Dörfler: Für jede Betreuungsform die entsprechende FörderungFamilie und Frauen sind die Keimzelle der Gesellschaft. Wertschätzung durch gezielte Unterstützung
Als Antwort auf die Bedürfnisse von Familien bezeichnete Familienreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler die neue Form der Familienförderung, bei der auch Frauen, die ihre Kinder zu hause betreuen, entsprechend finanziell unterstützt werden.Aktuelle
Umfragen bestätigen, dass über 80 Prozent der Eltern ihre Kinder bis zum Alter von 3 Jahren zu hause betreuen wollen. Deshalb muss man ihre Arbeit auch entsprechend honorieren und wertschätzen. Es sei nicht einzusehen, dass Mütter, die ihre Kinder selbst zu hause
versorgen, keine entsprechende Unterstützung des Landes erhalten", so Dörfler. Dies bedeute aber nicht, dass Kinder aus der externen Kinderbetreuung geholt werden und Frauen ihre Kinder daheim betreuen müssen.
Viel wichtiger sei es, erklärte Dörfler, dass die Frauen die Wahlmöglichkeit haben, ob sie die Kinder selbst zu hause, bei Tagesmüttern, in der Kinderkrippe oder bei Betreuungseinrichtungen betreuen. Im Vordergrund stehe die Gewährleistung einer hohen
Betreuungsqualität. "Es zeigt sich wieder einmal, dass die SPÖ scheinbar Familie, Mutter und Hausfrau als unabhängig betrachten. Für mich ist die Familie, die Keimzelle der Gesellschaft, weshalb ich auch alles tun werde, um die Frauen und die Familie zu unterstützen", so Dörfler abschießend.
Infos:
BZÖ Kärnten
Dazu passend die FPÖ im Wahlkampf in OÖ:
Haimbuchner zu Geburtenrückgang in Oberösterreich: "Familien müssen entlastet werden!"FPÖ für Stärkung der Familie als Keimzelle unserer Gesellschaft
Im ersten Halbjahr 2009 wurden in Oberösterreich um 3,1 Prozent weniger Kinder geboren als im Vorjahr. Damit liegt OÖ
laut jüngsten Daten über dem Österreichschnitt mit einem Rückgang von 2,7 Prozent. Für den Spitzenkandidaten der FPÖ Oberösterreich zur Landtagswahl, NAbg. Dr. Manfred Haimbuchner, "sind angesichts dieser Zahlen umfassende Maßnahmen zur Entlastung der Familien notwendig."
Kritik übte Haimbuchner in diesem Zusammenhang an der ÖVP. "Sie hat als Familienpartei im Land ebenso versagt, wie auf Bundesebene punkto Steuerreform. Im von der ÖVP mit Landeshauptmann Pühringer und Familienreferenten Hiesl viel gepriesenen 'Familienland Oberösterreich' scheint angesichts der vorliegenden Zahlen doch nicht alles so rosig zu sein, wie gerne bejubelt wird. Denn immer weniger Menschen wagen offensichtlich den Schritt zu setzen, eine Familie zu gründen."
"SPÖ und Grüne waren ja schon bislang keine Freunde der traditionellen Familie", verweist Haimbuchner auch auf eine aktuelle Aussage der Linzer Grünen Gemeinderätin Schmied, wonach die Ehe nicht mehr zeitgemäß sei. "Somit ist und bleibt die FPÖ die einzige Familienpartei. Die Familien sind die Keimzellen unserer Gesellschaft. Und um unsere Gesellschaft aufrecht zu erhalten, müssen wir die Familien entlasten."
Die FPÖ fordert daher folgende Maßnahmen zur Entlastung und Förderung der Familien:
- Familien massiv steuerlich entlasten - vor allem Mehrkindfamilien
- Familienförderungen des Landes ausbauen und jährlich anpassen
- Kinderbetreuungsgeld nur für österreichische Kinder
- Sozialleistungen nur für Österreicher
"Nur wenn es uns gelingt, die Familien zu fördern und zu entlasten, kann unsere Gesellschaft erhalten und der Generationenvertrag aufrecht erhalten werden", bekräftigte Haimbuchner abschließend.
Infos:
FPÖ OÖ
Die SPÖ in Kärnten, die auf der beliebten Webseite
Brennesselsuppe Unterschriften für Dörflers Rücktritt sammelt, meint:
SPÖ-Kärnten: BZÖ will Frauen an Herd ketten und vom Arbeitsmarkt drängenKaiser und Blatnik: Kindererziehungsgeld als billige "Zurück-an-den-Herd-Prämie". Geburtenrückgang als Beweis für gescheiterte orange Familienpolitik.
Als "Schnappsidee" bezeichnen der stellvertretende Parteivorsitzende der SPÖ-Kärnten, Gleichbehandlungsreferent LR Peter Kaiser, und die Frauenvorsitzende der SPÖ-Kärnten, BR Ana Blatnik, das vom BZÖ geplante Kindererziehungsgeld.
"Mit dieser "Zurück-an-den-Herd-Prämie" zeigen LH Dörfler und seinen orangen Mannen einmal mehr, dass ihnen die Anliegen und Bedürfnisse der Kärntnerinnen völlig egal sind", macht Kaiser deutlich. Es entspräche dem immer wieder zur Schau gestellten Dörfler´schen Wunschbild des Heimchens am Herd, wenn mit dieser Prämie die Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden sollen.
"Faktum ist auch, dass Kärnten als einziges Bundesland einen permanenten Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen hat. Und das ist der Beleg für die gescheiterte orange Familienpolitk, der die lapidar wiederholten Beteuerungen seitens des BZÖ, ach soviel für die
Familien zu tun, ad absurdum führt", so Kaiser.
Und BR Ana Blatnik: "Frauen, die sich in Kärnten, trotz der testosterongesteuerten Politik des BZÖ, allen voran von LH Dörfler,
dazu entschließen, Kinder auf die Welt zu bringen, sollen nun also mit 75 Euro abgespeist werden." "Offensichtlich sollen die
Kärntnerinnen die verfehlte Familienpolitik der Orangen, die nicht fähig und nicht willens dazu sind, ein flächendeckendes
Kinderbetreuungssystem auch für unter Fünfjährige zu organisieren, ausbaden", so Blatnik weiter.
Die Frauenvorsitzende der SPÖ-Kärnten betont auch, dass es angesichts dieser Art von Politik niemanden wundern dürfe, wenn der Geburtenrückgang in Kärnten immer am stärksten ausfalle und von Jahr zu Jahr weniger Babys das Licht der Welt erblicken. "Damit beweist Dörfler einmal mehr, dass er nicht in der Lage ist, die Tragweite seiner Entscheidungen abzuschätzen", so Blatnik abschließend.
Infos:
SPÖ Kärnten
*****
Das Frauenministerium wird Ceiberweiber mit € 5000.- (beantragt: 25.000 wie üblich, bei gestiegenen Zugriffszahlen) unterstützen, sodass ich, um die Seite weiterzubetreiben und meinen Lebensunterhalt (wieder) zu sichern (derzeit lebe ich von wenigen Ersparnissen), Aufträge journalistischer Art brauche, auch ein Teilzeitjob wäre willkommen. Ich kann bswp. von Veranstaltungen berichten, Leute für Projekte interviewen, schreibe gerne Artikel, Kolumnen und Kommentare zu allen Themen (meine Selbstvorstellung mit allen Infos ist hier als doc-Datei). Und überhaupt:
Anregungen, Infos, Angebote, Veranstaltungsankündigungen und Meldungen für die Ceiberweiberseite bitte per Mail an Alexandra Bader
Denn das ist kein Grund aufzugeben (außerdem werde ich von was leben müssen:-)Solidarität für Ceiberweiber - hier nehme ich gerne auch weitere Statements der LeserInnen auf...
Spenden für den Fortbestand von Ceiberweiber nehme ich gerne entgegen:Alexandra BaderErste Bank00032875894BLZ 20111BIC GIBAATWWXXXIBAN AT592011100032875894
Ganz herzlichen Dank :-)