(27.12.2009) Gut bezahlte Politiker, die auch immer von einem Netzwerk aufgefangen werden, treibt ihre Lebensferne manchmal zu absonderlichen Ideen. Der Wiener ÖVP-Politiker Wolfgang Ulm verkauft seine Idee, Langzeitarbeitslose Strassen säubern zu lassen, gar als Akt der Zivilcourage. Damit meint er nicht sich, sondern die Menschen, die er mit spürbarer Verachtung zusammenspannt: jene in vernachlässigten Vierteln und jene, die keine Arbeit haben. Aber lassen wir die ÖVP für sich selbst sprechen:
ÖVP Wien Sicherheitssprecher LAbg. Wolfgang Ulm schlägt im Kampf gegen die Verwahrlosung in Wiener Stadtviertel einen neuen Weg ein. "Im Rahmen eines Freiwilligenprojektes soll vorwiegend Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit gegeben werden, sich für Lebensqualität und Sicherheit in Wien einzusetzen", schlägt Ulm vor.
Das Projekt solle, so Ulm, im Rahmen des AMS angeboten werden und Langzeitarbeitslosen einen Zusatzverdienst ermöglichen, der sich an jenem der Wiener Schneeräumung orientiert. "Wer sich für das Stadtbild und die Lebensqualität in Wien einsetzt, indem er mithilft Schmierereien an Gebäuden und Einrichtungen in Stadt Wien zu beseitigen, soll dafür auch etwas bekommen", so Ulm weiter.
Konkret fordert Ulm die Stadt Wien auf, gemeinsam mit dem AMS einen Freiwilligendienst zur Stadtverschönerung anzubieten, der Fassaden und öffentliche Flächen von Graffiti-Schmierereien befreien soll. "Jedem Menschen der sich für die Sicherheit und Sauberkeit seiner Stadt einsetzt, soll Wertschätzung entgegengebracht werden. Dieser Dienst wäre für viele Menschen eine Möglichkeit ein Zeichen von Zivilcourage zu setzen und sich damit auch einen Zusatzverdienst zu sichern. Eine Beteiligung an diesem Projekt soll vorwiegend, aber nicht ausschließlich, Langzeitarbeitslosen offen stehen", erläutert VP-Sicherheitssprecher Ulm abschließend.
Infos:
www.oevp-wien.at
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