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Frauenquote: SPÖ-Männer gegen Sanktionen  

(8.11.2009) Eben hat noch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek beim Fest "100 Jahre SPÖ-Frauen" unter Beifall der Anwesenden gefordert, dass es künftig Folgen haben soll, wenn die Partei die selbstgegebene Frauenquote von 40% nicht erfüllt. Nun regt sich Widerstand bei Männern, die zwar nichts gegen die Quote einzuwenden haben, wohl aber gegen Sanktionen, um sie zu erreichen.

Für Gesundheitsminister Alois Stöger ist es "unrealistisch", während es für  Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter allenfalls die "ultima ratio" wäre. Dieser Fall ist offenbar noch nicht eingetroffen, obwohl Jahre nach der Selbstverpflichtung erst ein mal und das für ein paar Monate 40% der roten Abgeordneten im Parlament weiblich waren. Kräuter schlägt vor, doch an Verständnis zu appellieren, was sich an jene richtet, die Listen erstellen.


Die "Krönungswelle" (für das Bedingungslose Grundeinkommen)
beim SPÖ-Frauenfest

Wenn mehrheitlich Männer in einer Partei das sagen haben und mehr oder weniger im kleinen Kreis bestimmt wird, wer an wählbare Stelle kommt (und Parteitage dann nur mehr absegnen), ist die Wahrscheinlichkeit aber groß, dass auch weiterhin vor allem Männer zum Zug kommen. Wichtig ist das Thema sowohl Stöger als auch Kräuter, nur halten sie nichts davon, die Quote auch durchzusetzen. So schwer kann es allerdings nicht sein, Listen im Reißverschlußprinzip zu erstellen - nachdem die Quote ja selbst für SPÖ-Männer so zentral ist.

Parteichef und Bundeskanzler Werner Faymann (in seinen Funktionen gab es noch nie eine Frau) ist für die Erfüllung der Quote und möchte bis zum nächsten Parteitag 2010 auch einen entsprechenden Vorschlag vorliegen haben. Da wird er auch andere Quoten-Probleme zu lösen haben, denn mit Gabi Burgstaller in Salzburg, zugleich einzige Landeshauptfrau, hat die SPÖ nur eine Landesvorsitzende. In zwei Landesregierungen, in Kärnten und Oberösterreich, wird die Partei nur durch Männer vertreten. Der Bundesregierung gehören zwar drei Ministerinnen und drei Minister seitens der SPÖ an, aber dazu kommen noch der Kanzler und zwei Staatssekretäre, sodass die Partei zu 33% von Frauen vertreten ist (im Parlament derzeit zu 37%).

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