Politik | Termine | Kultur | Kommentar | Initiativen | Wissenschaft | Life | Herstory | Sitemap | Suche
 Preise und StipendienQueer StudiesBerichtezurück zur Übersicht
Startseite  »  Artikel » Wissenschaft » Berichte » Ministerin Bures: Förderung frauengerechter Forschung
 
Ministerin Bures: Förderung frauengerechter Forschung  

(10.5.2009) Doris Bures ist nun Infrastrukturministerin und bemüht sich in diesem Ressort auch sehr um Frauenförderung, wie sie es ja auch früher als Frauenministerin tat. Per Aussendung gibt die Ministerin bekannt, dass 6 Projekte zur frauenspezifischen Forschung unterstützt werden:

Bures: Erstmals frauengerechte Forschung gefördert
Eine Million Euro für sechs Wissenschaftsprojekte

"Forschung ist gut. Noch besser ist Forschung, die sich ganz unmittelbar an den Bedürfnissen der Anwender und Anwenderinnen orientiert. Diese sind nämlich sehr unterschiedlich", stellte Infrastrukturministerin Doris Bures fest. Als Beispiel führte sie Diabetes an. 1.500 Frauen und Männer sterben laut Eurostat jedes Jahr in Österreich daran. Die Sterberate ist in den letzten 30 Jahren bei Männern um 50 Prozent gesunken, bei Frauen hingegen gleich hoch geblieben. ExpertInnen gehen davon aus, dass das an den Medikamenten liegt, die bei Männern besser wirken als bei Frauen. Weltweit beginnen WissenschafterInnen nach den Ursachen dafür zu forschen.

"Gender und Diabetes - Geschlechtsspezifische Effekte einer modernen oralen Antidiabetes-Therapie auf inflammatorische Parameter" heißt das Projekt der Medizinischen Universität Wien. Es ist eines von sechs frauenspezifischen Forschungsprojekten, die im Rahmen von "FEMtech FTI-Projekte" vom Infrastrukturministerium gefördert werden. "Es handelt sich um ein Pilotprojekt. Wir fördern erstmals Forschung, die gezielt auf Frauen zugeschnitten ist, weil die Nachfrage danach sehr groß ist", so Bures.

Insgesamt haben sich 22 Projekte um Förderung beworben. Die Begutachtung der Projekte erfolgte in einem Begutachtungsverfahren einer international besetzten Jury. Diese hat im April ihre Auswahl getroffen: Die sechs Projekte werden mit einer knappen Million Euro vom Infrastrukturministerium gefördert. Die Gesamtkosten liegen bei 1,45 Millionen Euro.

"Die sechs Vorhaben sind sehr innovativ und decken ein breites Spektrum ab. Ich bin mir sicher, dass sie künftig als "Good Practice-Beispiele" dienen werden, um die Bedeutung genderrelevanter Faktoren in Forschung und Entwicklung herauszustreichen", so die Bundesministerin. Die genehmigten Projekte stammen aus der Steiermark, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und aus Wien und laufen über eine Dauer von maximal drei Jahren.

Neben der Diabetes-Studie werden folgende Projekte gefördert:

"touch::tell::IT - MultiplikatorInnenkurse für mädchengerechte IT-Einführung" der Fachhochschule Joanneum Gesellschaft mbH Studiengesellschaft für Kybernetik (ÖFAI)

"NeVisET - New Visions of Emerging Technologies" der Fachhochschule St. Pölten ForschungsGmbH

"GenClass - Modellierung geschlechterspezifischer Unterschiede bei der Entscheidungsfindung in der Qualitätssicherung" von Profactor GmbH

"FEMroute - Berücksichtigung gender-spezifischer Bedürfnisse in mobilitätsunterstützenden Diensten" von Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH

"C4U - Companions für Userinnen" der Österreichischen Studiengesellschaft für Kybernetik (ÖFAI)

"FEMtech FTI-Projekte" ist ein Teil des BMVIT-Programms FEMtech (www.femtech.at). Die Abwicklung der Förderungen erfolgt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Infos:
www.bmvit.gv.at


Ich schreibe gerne auch für andere Medien, recherchiere und texte - zur Situation von Ceiberweiber und mir siehe "Solidarität für Ceiberweiber". Anregungen, Infos, Angebote, Veranstaltungsankündigungen udn Meldungen für die Ceiberweiberseite bitte per Mail an Alexandra Bader


Mein Feedback-Beitrag zu diesem Artikel


 



Home
| Impressum | Kontakt | Forum | Downloads | Links |Archiv 1998-2006 |
   
Niederösterreich Wien Burgenland Kärnten Salzburg Steiermark Vorarlberg Tirol Oberösterreich