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Neues Buch von Sabine Lichtenfels "Tempel der Liebe"  

(6.9.2009) Die Theologin und Friedensforscherin hat sich mit dem Projekt Tamera in Portugal ihren Lebenstraum erfüllt. Das erste Buch, das von Erfahrungen in diesem Land handelte, war "Traumsteine". Sie beschreibt darin, wie sie den Ort fand, an dem Tamera realisiert wurde, und lässt sich durch einen Steinkreis dazu inspirieren, in die Vergangenheit zu reisen. Sie erfährt dabei, wie unsere AhnInnen in jener Zeit lebten, als es noch kein Patriarchat gab, und macht es für die LeserInnen auf eindringliche Weise nachvollziehbar.

Der Dialog mit der Göttin bringt beispielsweise Weisheiten wie diese zutage: "Nicht Revolte, sondern der Aufbau einer positiven Vision ist heute das geschichtliche Thema. Gib den Männern in deinem Inneren erst gar nicht so viel Macht über das weibliche Geschlecht, so dass du gegen sie revoltieren musst. Denn solange du das tust, verstärkst du das Unheil nur. Erinnere dich an die eigentliche weibliche Urmacht, auch wenn ihr Jahrtausende durch eine Opfergeschichte gegangen seid. Es geht nicht um Schuld oder Unschuld, es geht um Aufhebung und Veränderung dieses gemeinsamen Schicksals der Geschlechter."

Die Göttin rät auch den Frauen und allen, die sich machtlos fühlen: "Nimm deine Autorität an. Jeder Mensch hat eine bestimmte Aufgabe und Autorität, die nicht zu ersetzen ist durch irgend jemand anders. Deshalb ist es so wichtig, dass jeder seine eigene Aufgabe erkennt und findet, denn davon hängt das Ganze viel mehr ab, als ihr glaubt. Du wirst in deiner unmittelbaren Umgebung immer weniger Albträume zulassen, sondern sie in Träume der Liebe und der Anteilnahme verwandeln, wenn du deine eigene Autorität siehst und akzeptierst."

Das Patriarchat kam als Trauma über die Menschen, es brachte Strukturen von Macht, Gewalt, Herrschaft und Angst. Wie es vorher gewesen sein könnte, beschreibt Sabine Lichtenfels anhand eines Stammes, der um den Steinkreis lebte und dessen Alltag sie detailreich schildert. Die Lebensphasen der Menschen sind von Friede und Freude erfüllt und daher eine Vision, die uns alle ahnen lassen kann, wie wir auch leben könnten. Nun ist "Tempel der Liebe" erschienen, wo ebenfalls Steinkreise den Ausgangspunkt bilden, und der Verlag (Meiga, zu Tamera gehörend) stellt das Buch mit diesen Worten vor:

"Ein wahres und tiefes Buch über ein neues weibliches Selbstbild, über Sexualität und Geschlechterfrieden! Eine abenteuerliche Reise, die vom Steinkreis Almendres in Portugal zu den Tempeln von Malta führt, wird zu einer Reise durch ein neues Hologramm der Geschichte. Jedes Ereignis, jeder Tempelbesuch, auch jede Schwierigkeit stehen unter Führung und erhalten dadurch eine überraschende Wendung. Sabine Lichtenfels zeigt auf einfache und bescheidenen Weise, was es heißt, als Medium unterwegs zu sein und ganz auf die göttliche Präsenz zu vertrauen.

Die Tempel von Malta wirken auf sie wie Antennen in eine weit zurückliegende Zeit und vermitteln ihr Beschreibungen und Bilder jener Kultur, welche einst diese Bauwerke errichtete. Die Informationen geben auf atemberaubende Weise einen Einblick in ein hochentwickeltes, erfüllendes und sinnliches Leben - und das zu einer Zeit, in der man die Menschen noch mit Faustkeilen herumzulaufen wähnte.
Im Zentrum dieser archaischen Kultur stand die Fürsorge für alles Lebendige. Der Starkstrom des Eros und die Freude der Geschlechter aneinander waren ihnen heilig.

Sie kannten keinen Privatbesitz und keine Trennung. Der Frauenleib war wie der Erdenleib, nährend und sich verschenkend. Ihre Religion war die Feier des Lebens selbst, von den ersten Sonnenstrahlen am Morgen bis zum funkelnden Firmament der Nacht. Auf der Grundlage ihrer Geschlechterfreundschaft blühte ihre gewaltfreie Kultur, jahrtausendelang.  Der Blick in die Vergangenheit ist für die Autorin zugleich der Aufbruch in eine humane Zukunft. Der "Tempel der Liebe" soll heute auf modernstem Wissenstand wieder erschaffen werden: im konkreten Zusammenleben von Mann und Frau, in Modellgemeinschaften für eine Zukunft ohne Krieg."


Zur Autorin:

Sabine Lichtenfels, geb. 1954, Theologin, medial hochbegabt, eine der 1000 Frauen für den Frieden“,  Gründerin der "Grace-Stiftung zur Humanisierung des Geldes" und der Zukunftswerkstatt "Tamera" in Portugal. Sie ist engagiert in der internationalen Friedensarbeit mit Schwerpunkt Nahost, leitete mehrere Friedenspilgerschaften durch die Wüste Israels und die Westbank (2005, 2007) sowie durch den Regenwald Kolumbiens (2008) mit teilweise mehreren hundert TeilnehmerInnen. Grundlage ihrer politischen Arbeit ist die Versöhnung der Geschlechter und ein neues Frauenbewusstsein - Themen, an denen sie seit mehr als 25 Jahren in Theorie und Praxis arbeitet.

Ein kurzer Auszug aus dem Buch:

Erst durch meine Begegnung mit dem Steinkreis - und später mit Malta - erhielt ich differenzierte Informationen, die mir eine Vorstellung von einem sinnlichen und heiligen Leben der frühen Urkulturen gaben. Die Spuren, die ich fand, ließen die große Freude und die gegenseitige Anerkennung der Geschlechter aneinander ahnen. Ich fand aber auch Spuren, die mir den sexuellen Hintergrund für das Aufkommen der Gewalt verständlicher machten.

Ohne den sexualgeschichtlichen Hintergrund ist der aufkommende Wechsel, der ja offenbar fast überall stattgefunden hat, kaum zu verstehen. Nur vor diesem Hintergrund läßt sich begreifen, warum Frauen sich überhaupt verdrängen ließen, warum Männer männliche Götter einsetzten und sie in ihrem Anfang fast alle mit Phallussymbolen der Potenz ausstatteten, während das Weibliche sich ins Dämonische, Böse und Alles-Leben-Verschlingende wandeln konnte.

Infos:
www.tamera.org
Webseite von Sabine Lichtenfels
Weblog von Sabine Lichtenfels

Außerdem:
Christenland ist Secondhand - unsere wahren Wurzeln
Hieros Gamos


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