"Es ist für Frauen keineswegs lobenswert, Basare und Wohltätigkeitsveranstaltungen zu organisieren, für Kirchen, in denen die Begabteren ihres Geschlechts weder beten noch predigen dürfen, keine Ämter innehaben und kein Stimmrecht besitzen, wenn es um Geschäfte, Glauben und Kirchenordnungen geht und von deren Altären Bibelinterpreationen ausgehen, die die Unterdürckung der Frau bezwecken." (Elizabeth Cady Stanton 1815 - 1902, eine Anführerin der amerikanischen Fauenbewegung)
Der Papst ist also in Österreich, mit seinem männlichen Tross, die Gläubigen versammeln sich am 7.9.2007 neben einer Marienstatue Am Hof in Wien und folgen Benedikt XVI am darauffolgenden Tag nach Mariazell, zur "Magna Mater Austriae", die der Papst auch als "Mutter Europas" bezeichnet. Die alte Marienstatue mit Jesuskind wurde oft so von prunkvollen Mänteln umhüllt, dass das Kind kaum mehr sichtbar war. Es gibt auch eine Maria mit Jesus auf einer Säule, beide gekrönt, in einer Hand hält Maria einen Stab.
Die Magna Mater ist die Große Muttergöttin selbst, schreibt der Keltenexperte Georg Rohrecker aus Salzburg: "Nirgendwo in Österreich hat die politische und ideologische Vereinnahmung eines uralten Kultplatzes deutlichere Spuren hinterlassen als bei der „Magna Mater Austriae” in Mariazell. An einem Ort, wo schon Jahrtausende eine Große Muttergöttin saß, ehe es Österreich gab und jene unüberbietbare Scheinheiligkeit, die Kaiser oder Kanzler samt frommem Gefolge veranlasst, dort hin zu pilgern, um sich gebeugten Haupts in ihrem Glanz zu sonnen.
Wo, wenn nicht hier, wird uns besonders eindrucksvoll bestätigt, dass unsere „christlichen” Wallfahrten zum größten Teil direkt auf uraltes keltisches Erbe zurückzuführen sind. Wieder finden wir all das, was zu den wesentlichen Bestandteilen eines ehemals keltischen Kult- und Wallfahrtszentrums gehört – bis hin zu einer geschäftstüchtigen mittelalterlichen Klostergemeinschaft, die sich im 12. oder wahrscheinlich im 13. Jahrhundert der keltischen Bestandteile, von den heilenden Brunnen bis zu den magischen Steinen versicherte, aber die Gründung der nunmehr sehr lukrativen Einnahme-Quelle per frommer Legende keck für sich reklamierte.
Auf das „heidnische” Kultzentrum unter dem Ötscher erhoben konkret die Benediktiner des steierischen Klosters St. Lambrecht Anspruch. Einer der ihren, ein Mönch namens Magnus, hätte im Jahre 1157 eine hölzerne Statue der Gottesmutter Maria nach Mariazell gebracht. Wir wollen ja nicht so kleinlich sein, und uns daran stoßen, dass die Figur aus Lindenholz erst rund hundert Jahre später geschnitzt wurde. Aber die Legende ihrer Überführung ist auch so starker Tobak. Nach ihr sei der Mönch aus dem rund 170 km entfernten Stift nach seinem langen Marsch kurz vor Mariazell plötzlich vor einer unüberwindlichen Felswand gestanden. Doch siehe da, seine schwere aber Liebe Frau spaltete den Fels und die letzte Etappe des Weges war frei – und aus dem zum keltischen Heiligtum gehörenden typischen Schliefstein der prähistorischen Erdmutter war mit einem Knall das Werk einer hölzernen Maria geworden!

Mariendarstellung in St. Pölten
So ähnlich erging es natürlich auch den anderen Bestandteilen des ehrwürdigen Keltenheiligtums. Die Kapelle über der Heiligen Quelle, die Heiligenbrunn Kapelle, stammt allerdings erst aus dem 18. Jahrhundert. Drinnen schwebt über der einstigen „Quelle der Inspiration” nunmehr im Fresko der „Heilige Geist” und nahebei schlägt Moses Wasser aus dem Felsen, wie nach ihm z. B. Bischof Wolfgang aus der Falkensteinwand. In der heutigen Wallfahrtsbasilika entfaltet sich im Gegensatz dazu der imperiale Prunk, der sich im Laufe der Zeit in der „wichtigsten Wallfahrtskirche der Österreichischen Donauländer”, im deklarierten „Reichsheiligtum” der Habsburger ansammelte – und von dem offenbar noch immer welche gerne mitnaschen wollen.
Wenn wir Trubel und Talmi den Rücken kehren und uns tatsächlich besinnen wollen, dann haben wir auch außerhalb des Heiligen Bezirkes von Mariazell unser keltisches Erbe auf dem Präsentierteller. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass hier fünf wichtige inneralpine Verkehrswege aufeinander treffen. Eine Kreuzung also, an der bereits zur Keltenzeit eine Straßenstation bestand, deren heidnische Eremiten eben in Zellen (kelt. Celli) wohnten. Und ein zweiter, schon geschulter, Blick zeigt Berg-, Gewässer- und Flurnamen aus keltischer Zeit zuhauf: Die Straße aus dem Osten kommt vom Lahnsattel unter dem Göller(!) und führt entlang der Salza(!) durch den Hall(!)graben hierher. Aus dem Süden vereinigt sich hier die prähistorische Verbindung über den Seebergsattel Richtung Flavia Solva mit der Straße, die über den Unterlauf der Salza die uralte Verbindung ins Ennstal und von dort nach Virunum und Ovilava herstellt. Aus dem Westen kommt die Straße entlang der Ybbs herauf, die im Oberlauf noch den weit verbreiteten keltischen Namen Ois trägt."
Die offizielle Darstellung lautet hingegen derart:
"Die Marienverehrung hat in Österreich eine lange Tradition. Schon um 700 n. Chr. ist die Verehrung der Gottesmutter durch eine Inschrift in Salzburg belegt. Das Marienlob ist seit jeher in Klostergemeinschaften fester Bestandteil des Gebets und viele Gründungen, beispielsweise Mariazell, wurden Maria geweiht. Die Reformation des 16. Jahrhunderts bewirkte freilich zeitweilig auch in Österreich eine Unterbrechung der Verehrung Mariens. Kaiser Ferdinand III. weihte nach Abwendung der Schwedengefahr am 18. Mai 1647 seine Lande der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau Maria. Zur Erinnerung an diese Weihe wurde vor der Kirche „Am Hof" in Wien eine Mariensäule errichtet. Die Weihe unseres Landes sollte nicht in Vergessenheit geraten und wurde nach dem Schrecken des 2. Weltkrieges am 18. Mai 1947 durch Kardinal Theodor Innitzer und am 18. Mai 1997 von Kardinal Christoph Schönborn erneuert.
Heute gibt es in Österreich etwa 120 bedeutende Marienwallfahrtsorte. Der Rosenkranz-Sühnekreuzzug, eine Gebetsgemeinschaft um den Frieden in der Welt, die Fatimawallfahrten am 13. jeden Monats und die vielen stillen RosenkranzbeterInnen sind Zeichen dafür, dass die Marienverehrung lebendig ist. Ein erfreuliches Bild sind auch die unzähligen Wallfahrer, Jung und Alt, die sich auf Pilgerschaft zu verschiedenen Gnadenorten machen. Durch ihre Fürsprache zieht die Gottesmutter viele Menschen an. Den Blick auf Maria richten bedeutet immer, sich von ihr Christus, Gottes Sohn, zeigen zu lassen: "Auf Christus schauen!"
Dennoch ist Maria in unserem Fall wohl eher Dana, die dreifache Göttin der Kelten, Russen, Dänen, oder Isis Noreia, wie die Römer die dreifache Göttin der keltischen Noriker nannten, die sie an die ägyptische Göttin erinnert. Maria mit Jesus entspricht dann Isis mit Osiris (oder als Isis Noreia/Dana mit einem Heros, den wir Dagda nennen könnten...). Wenn der Papst Maria anruft, die unsere Sorgen versteht und die uns zu Seite steht und sie dabei als "Mutter Gottes" bezeichnet, so gibt er konsequent die Schöpfungsmythen wieder, bei denen stets am Anfang eine Große Göttin stand, die Töchter und Söhne hatte, die wiederum selbst zu einem Pantheon an Göttinnen und sehr spät auch Göttern wurden.
"Könnte es nicht sein, fragt sich der Anhänger des evangelischen Glaubens, dass unsere Religion in Wirklichkeit viel älter ist, das sie es mit einem Heidentum zu tun haben, das zu leichtfertig auf Christus umgetauft wurde und dessen althergebrachte Merkmale unter einer dünnen christlichen Hülle fortbestehen?" - so zitiert Barbara G. Walker in "Das geheime Wissen der Frauen" Geoffrey Ashe, meint aber, dass die "Heiden" das Christentum keineswegs freiwillig übernahmen, es ihnen im Gegenteil aufgezwungen wurde, wobei die slawischen Völker besonders lange Widerstand leisteten. Auch die Marienverehrung war nicht von Anfang an gegeben, sondern wohl eine Notwendigkeit, um die "Heiden" doch bei der Stange zu halten.
Die Göttin hielt sich dennoch lange auch in direkter, unverhüllter Form, wie etwa die Dianenverehrung zeigt, der Mönche im britischen Devon des 14. Jahrhunderts anhingen. Die Kirche, deren wesentliche "Errungenschaft" die Durchsetzung von Frauenverachtung und Religion als Machtinstrument ist, usurpierte "vorchristliche" Vorstellungen, Feste, Bräuche, Göttinnen und zu Göttern stilisierte "Heroen", was man auch in unserer einst keltischen Landschaft sieht: In der Nähe des Ortes Großmugl in Niederösterreich steht ein namensgebender künstlicher Hügel, auf dessen Spitze man ein ganz und gar unpassendes Kreuz errichtet hat. Der "Mugl" stammt nämlich aus der Hallstattzeit (800 - 500 Jahre v.u.Z.): "Der große Tumulus, mit seinen 16 m Höhe der größte Mitteleuropas, wurde wissenschaftlich noch nicht untersucht. Hingegen der kleine Grabhügel, einst als „Grab der Königin“ bezeichnet, wurde in den Jahren 1950 bis 1956 von Archäologen des Naturhistorischen Museums ausgegraben. Leider wurden bisher die Funde nicht wissenschaftlich bearbeitet."
Darstellung einer Harimguada (Priesterin), Gran Canaria
Eines Tages wird vielleicht der "Fürst vom Leeberg" entdeckt - oder die Fürstin, denn das reichste keltische Grab, das der "Fürstin von Vix", ist das einer Frau. Weder mit den römischen noch später mit den römisch-katholischen Vorstellungen sind eigenständige Frauen mit Besitz, Macht und dem Recht, sich Beziehungen selbst auszusuchen, vereinbar. Die Kirche besetzte lange schon heilige Plätze, die teils bereits in prähistorischen Zeiten kultisch genutzt wurden, sie errichtete "Gotteshäuser", die die Große Göttin verdrängen sollten und dann doch wieder so oft nach ihr benannt wurden. Allerheiligen war / ist Samhain, das Ende des Sommers, die Nacht mit den durchlässigen Pforten zur Anderswelt, und kommt zu uns über kommerzialisiertes Halloween zurück. Maibaumaufstellen und Tanz um den Baum sind Beltane-Bräuche, denen man das Fruchtbarkeitsfest stark ansieht. K + M + B, von den SternsingerInnen auf Türstöcke gemalt, steht für Katharina, Margaretha und Barbara, die von Wilbeth, Ambeth und Borbeth, den drei Bethen als Aspekte der Großen Göttin kommen (siehe Rohrecker "Druiden, Wilde Frauen, Andersweltfürsten"). Am Stephansdom, der beim alten Kultplatz "Rossmarkt" errichtet wurde, erinnern Phallus und Vulva am Eingang (Riesentor, Heidentürme!) an vorchristliche Zeiten, wie auch die Ausrichtung des Baues auf den Punkt, wo die Sonne im Winter beim Aufgang wieder zu steigen beginnt (am 25./26.12.).
Genau genommen wenden sich der Papst und sein Männerkirchenstaat der Großen Göttin in einem ihrer Aspekte zu, dem der Mütterlichkeit. Die Große Mutter war jedoch auch junge Frau und weise alte Frau, nicht nur reife (und im Kirchenfall: keusche) Frau. Vor allem: Sie brachte Leben hervor, sie verband sich in manchen Epochen im Hieros Gamos, der Heiligen Hochzeit, mit dem menschlichen König, dessen Recht wiederum von Frauen abgeleitet wurde, der einst nur der Gefährte der Königin war. Mit asexuellen Priestern, die den Menschen in ihre Sexualität und Fruchtbarkeit dreinreden wollen, hat all dies nur sehr wenig zu tun. Undenkbar auch, dass sich die Verehrer (innen) der Großen Göttin und ihrer Töchter jenen in religiöser Hinsicht überlegen fühlen, die den Göttinnen und Göttern andere Namen geben. Ebenso wie die Übernahme und Umwandlung des Glaubens: alle Feiertage der Kirche sind Adaptionen von hohen Festen der "Heiden", die Heiligen waren meist zuvor Göttinnen und Götter.
"Der Kanon der Heiligen machte das Christentum eigentlich zu einer Abart des Polytheismus", schreibt Barbara G. Walker, und "unter den mythischen Heiligen befanden sich auch zahlreiche Umformungen der Großen Göttin". Viele angeblich so unumstößliche Ansichten der römischen Kirche sind jungen Datums, etwa die im 19. Jahrhundert entstandene Haltung zur Abtreibung, oder die Einführung des Teufels im 4. Jahrhundert, nachdem "Satan" zuvor einfach im Wortsinn ein Richter oder der Vertreter einer gegnerischen Partei war. Der Inhalt der Bibel, deren Name von Byblos kommt, der Stadt der Großen Mutter Astarte, in der es die ersten Bibliotheken gab, wurde willkürlich zusammengestellt und lies alles weg, was nicht in das politische Konzept der patriarchalen römischen Kirche passte.
Auch die Existenz von Jüngerinnen, von Priesterinnen bei den jüdischen Gruppen, aus denen die AnhängerInnnen von Jesus hervorgingen, sowie in den Anfangstagen des Christentums von Predigerinnen wurde tunlichst verschwiegen, um den Anspruch einer Männerkirche rückwirkend als "natürlich" zu legitimieren. Beim Volk, das bis ins Spätmittelalter im Gegensatz zum Adel auch nicht Hauptziel geistlichen Wirkens war, da man es für zu einfach hielt, war der Klerus nicht sehr beliebt. So stammt das Wort "bigott" vom Ausspruch "bei Gott", den die Menschen scheinheilig fanden, oder "cretin" (frz.) für "Idiot" von "Christ". Gab es im Mittelalter Zentren von Toleranz, Bildung, Wohlstand, Vielfalt, so waren sie der römischen Kirche ein Dorn im Auge, was man an der Reconquista in Spanien sieht oder an der Vernichtung des französischen Midi mit seinen KatharerInnen.
Im Vergleich zum katholischen Prunk und zum polytheistischen Angebot wirken evangelische Kirchen schlicht, der Glaube im wesentlichen auf Gott reduziert (mit einer der Großen Göttin mit ihren drei Aspekten nachgebildeten Dreifaltigkeit), doch tut man sich hier mit Modernisierung offenbar leichter. Eine gewisse Ironie liegt auch darin, dass in Österreich bereits ein Drittel der evangelischen Pfarren von Frauen geleitet werden, obwohl Maria und damit ein weiblicher Aspekt im Glauben keine Rolle spielt. Aber vielleicht ist gerade das nicht einmal so absurd, denn wer Frauen real keine Macht zugesteht, kann sie bis in alle Ewigkeit auf ein Podest stellen und anbeten, mit dem unmöglichen Zusatz "Jungfrau". Warum die Abstammung von Josef "dem Gerechten" von "Jakob dem Gerechten" und die ganze Genealogie zurück buchstäblich heruntergebetet wird, wie in der Übertragung des Gottesdienstes aus Mariazell am 8.9. zu sehen war, wenn er nicht Vater von Jesus war, müßte uns mal ein Theologe erklären. Wobei es eigentlich genügen würde, die Abstammung von Maria über ihre Eltern Anna und Joachim zu verfolgen, denn da landet man auch bei König David (und nebenbei auch mal in Ägypten und Mesopotamien).
Bei Umfragen und Statements rund um den Papstbesuch zeigt sich, dass nach wie vor nur zwei Haltungen möglich sind: Glaube an DEN Gott oder "AtheistIn". Paul Zulehner meinte im ORF auch, die Kirche müsse Leute gewinnen, die noch nicht zum Glauben gefunden haben (das Gespräch mit den vielen Leuten suchen, die noch keinen Zugang zum "Geheimnis Gottes" gefunden haben). Danke, wir haben schon gespendet, könnte man da sagen wie zu den Kids, die mit Büchsen Geld für Kirchenrenovierungen sammeln. Es kann auch Spiritualität geben ohne Zugehörigkeit zu Christentum, Judentum oder Islam. Wer für sich Alternativen gefunden hat, braucht weder "AgnostikerIn" werden noch auf Jahre hinauf Appelle an die katholische Kirche richten, doch endlich Frauen als PriesterInnen zuzulassen, den Zölibat abzuschaffen, beweglich und demokratisch zu werden und so weiter.
Das Christentum macht es leicht, zwischen eigenem Handeln und Verantwortung zu unterscheiden, da man sich ja litaneiartig ritualisiert durch generelle Eingeständnisse von Schuld und Sünde "freikaufen" kann.
Dabei kommt es immer auf den Menschen an, wie er/sie Moral und Ethik versteht und umsetzt. Vor der Instrumentalisierung standen christliche Vorstellungen jenen der "Heiden" gar nicht so fern, was in der Symbiose keltischer und jüdisch-frühchristlicher Vorstellungen in der alten keltischen Kirche in England zum Ausdruck kommt. Wie wäre es, wenn sich die einstige religiöse Vielfalt erhalten hätte? Da die keltische Kultur sich einst von Österreich aus in Europa verbreitete, knüpfen wir bei ihr an: Der Kanzler (oder die Kanzlerin) würde einen Gast aus Rom, wo die GöttInnen unter anderen Namen verehrt werden, in einen Nemeton in Wien einladen, einen heiligen Hain, in dem ein kleiner Tempel für Dana, Anu, Isis Noreia, Rigani steht. Genauer gesagt in einstigen Uindo Bona, was weiße Stadt, weiße Mauer oder auch weiße Kuh bedeutet (und Wien der Muttergöttin zuordnet), das am Fluss der Dana liegt.
Wenn wir bei der Tradition unserer "vorchristlichen" AhnInnen treu bleiben, dann gibt es in unseren Tempeln und heiligen Wassern und Hainen ausschließlich Göttinnen, die verehrt wurden. Der Gast würde übliche Opfergaben darbringen, vielleicht Früchte und Weihrauch, und Einkehr halten. Die PriesterInnen würden ihn feierlich empfangen, gemeinsam singen, einfache rituelle Gewänder tragen. Vielleicht würden sie mit ihm zusammen ein Geschenk aus Gold in einem heiligen Teich oder einer heiligen Quelle darbringen. Ein weißes Pferd mit roten Ohren und schwarzen Haaren in Mähne und Schweif würde herumgeführt und gesegnet werden, mit seinen Farben der Göttin zugeordnet und schon seit vielen Jahrhunderten nur mehr symbolisch geopfert werden.
Es stünde auch für die Verbundenheit mit den Tieren und der Natur, was eine ganz anderen Umgang mit Umwelt und Ressourcen mit sich bringt. Bei einem Gegenbesuch in Rom würden unsere VertreterInen einen Dianatempel aufsuchen und nach dortigen Gepflogenheiten der Göttin ihre Verehrung darbringen - und sie im Stillen mit dem altvertrauten Namen von zuhause nennen. Sind bei diesem Bild religiöser Fanatismus, religiös motivierte oder vorgeschoben religiöse Kriege möglich? Ist Unterdrückung und Benachteiligung von Frauen vorstellbar, wenn es direkt und unverhüllt verehrte Göttinnen gibt? Wie würde sich die Europäische Union gegenüber der eigenen Bevölkerung und den Kinder aller Mütter der Welt verstehen, wenn ihr bewusst wäre, dass Europa nach der Göttin in der Gestalt der weißen Kuh benannt ist?
Die Namen der Großen Göttin (eine kleine Auswahl):
ASTARTE (syrisch), DEMETER (griechisch), CERRIDWEN (keltisch), DANA (dänisch, keltisch, russisch), TARA (buddhistisch, irisch, auf den Kanaren), DIANA (römisch), GAIA (griechisch), ANNA-NIN (Sumer), ARMATHR (Island), HATHOR (Ägypten, ihr wird auch die Kuh zugeordnet), ASCHERA (Semiten), CERES (lateinisch), KALI (Indien, ihr ist die Kuh heilig), ARIANA )Persien), BRIGIT (keltische Briganten), IANNA (Sumer), UNI (Etrusker), SARANYU (Hindu), Artemis (Amazonen), ESTER (hebräisch), KUAN-JIN (China), SCHEBA (aramäisch), FREYA (Nordeuropa), ISTHAR (Babylon), AL-UZZA (Arabien), MORRIGHAN (keltisch), RHEA, HERA (römisch), HEKATE (griechisch), ERIU (Irland), COATLICHUE (Azteken), NEITH (ägyptisch), MARRATU (Chaldäer), MARAH (Juden), MARIHAM (Perser), MARIA = MARIAN = MIRIAM, AL LAT (arabisch, "die Milchgeberin", mit der Kuh verbunden), SARA-KALI (Roma und Sinti), LAT (Etrusker, mit der Kuh verbunden)
Alexandra Bader
@ Papstbesuch: Kardinal Schönborn attackiert Fristenregelung
PS: Zu St. Pölten schreibt Rohrecker u.a. "Wo sich – schon lange vor den Römern – die Straße entlang der Traisen mit jener Verbindung zwischen Juvavum/Salzburg und Vindobona/Wien kreuzte, die ungefähr der Trasse der heutigen Bundesstraße Nr. 1 entspricht, hatten unsere keltischen Vorfahren einst eine wichtige Straßenstation samt Licht- und Wiedergeburts-Kultplatz errichtet. Aus diesem Heiligen Platz im dichten Wald, machten die römischen Besatzer später ihr Municipium Aelium Cetium, das heutige St. Pölten. Es hieß in der Antike tatsächlich deshalb Cetium, weil es mitten im Wald lag, im keltischen Wald, den unsere Vorfahren Ceto/Coet/Cotia (dt. Wildnis) nannten...."
Mein
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