Vor dem Beginn von Angriffen auf ein Land gibt es mehrere zusammenwirkende Anzeichen, die man dank moderner Medien auch fernab jener Orte wahrnehmen kann, an denen derlei folgenreiche Entscheidungen getroffen werden. Schon seit einigen Monaten lassen Militärs und Geheimdienstler in den USA immer wieder Planungen durchsickern, die dann aufgegriffen werden und durch breite öffentliche Debatte dazu beitragen sollen, die Realisierung zu verhindern.
Mitte September 2007 gibt es mehrere Meldungen, die zusammen genommen doch alarmierend klingen, etwa um die israelische Verletzung syrischen Luftraums: Was Israeli raid a dry run for attack on Iran? fragt der britische Guardian am 16.9., da man dazu zwar keine offiziellen Auskünfte bekommt, aber beispielsweise vermutet wird, es habe sich um den Angriff auf eine Nuklearanlage gehandelt, die Syrien mit Technikern aus Nordkorea betrieben habe. Syrien hat zwar offiziell nicht einmal ein Atomkraftwerk, doch erinnern wir uns daran, dass beim Irak auch vor dem Angriff 2003 klar war, dass es keine Massenvernichtungswaffen gibt.
Allerdings hat ein israelisches Kampfflugzeug auch abnehmbare Tanks verloren, und zwar im Luftraum über der Türkei. Am Boden stellte dann die türkische Armee fest, dass die Tanks zur neuesten Generation israelischer Langstreckenbomber gehören, die mit Leichtigkeit Teheran erreichen können. Mittlerweile ist klar, dass acht Jets in der "Operation Orchard" über die Türkei nach Syrien unterwegs waren, wobei über den Kampfflugzeugen ein ELINT flog, ein Spionageflieger.
"In a series of piecemeal leaks from US officials that gave the impression of being co-ordinated, a narrative was laid out that combined nuclear skulduggery and the surviving members of the 'axis of evil': Iran, North Korea and Syria. It also combined a series of neoconservative foreign policy concerns: that North Korea was not being properly monitored in the deal struck for its nuclear disarmament and was off-loading its material to Iran and Syria, both of which in turn were helping to rearm Hizbollah. Underlying all the accusations was a suggestion that recalled the bogus intelligence claims that led to the war against Iraq: that the three countries might be collaborating to supply an unconventional weapon to Hizbollah."
"Whatever the truth of the allegations against Syria - and Israel has a long history of employing complex deceptions in its operations - the message being delivered from Tel Aviv is clear: if Syria's ally, Iran, comes close to acquiring a nuclear weapon, and the world fails to prevent it, either through diplomatic or military means, then Israel will stop it on its own. So Operation Orchard can be seen as a dry run, a raid using the same heavily modified long-range aircraft, procured specifically from the US with Iran's nuclear sites in mind. It reminds both Iran and Syria of the supremacy of its aircraft and appears to be designed to deter Syria from getting involved in the event of a raid on Iran - a reminder, if it were required, that if Israel's ground forces were humiliated in the second Lebanese war its airforce remains potent, powerful and unchallenged."
Eine Quelle im Weißen Haus lies nun durchsickern, dass dieser Tage ein genau austariertes Eskalationsprogramm gestartet wurde, das zu einem Angriff auf den Iran führen kann. Nun soll US-Außenministerin Condoleezza Rice, die bisher nach außen hin auf eine diplomatische Lösung drängte, bereit sein, ihre Differenzen mit Vizepräsident Dick Cheney beizulegen und militärische Handlungen zu sanktionieren. Ein Ex-CIA-Mann kann sich das zum Krieg weisende Szenario so vorstellen, dass im Jänner im Irak gefangene Iraner öffentlichkeitswirksam zur Schau gestellt werden, wobei man ihnen nachweist, dass sie tatsächlich Aufständische bewaffneten und ausbildeten.
Bild Online, 16.9.2007
Dann wird die von den Revolutionären Garden betriebene Basis Fajr im Süden des Iran bombardiert und nach der Reaktion des Iran geht es so richtig los. Auswahl an Zielen gibt es genug, da man eine Liste mit 2000 Orten/Einrichtungen angelegt hat. Cheney soll übrigens dafür sein, Nuklearwaffen (Bunker-Busters) einzusetzen. Natürlich hat der Iran bislang vergeblich über die Freilassung der Gefangenen verhandelt - weil man sie noch braucht? Eben wurden 350 britische Soldaten an die irakisch-iranische Grenze verlegt, um dort Waffenschmuggel zu unterbinden. Außerdem soll es nur vier Kilometer von der Grenze im Südirak entfernt einen neuen US-Stützpunkt geben.
In Deutschland spielt Innenminister Schäuble wieder mit der Atombombe:, die ja auch bei amerikanischen Politikern sehr beliebt ist, um das Volk mit "Shock" auf "Awe" einzustimmen. "Keine zwei Wochen ist es her, als der Bundesinnenminister einen “entscheidenden Schlag gegen den internationalen Terrorismus” verkündete. Einige Fässer Wasserstoffperoxid waren gefunden und drei junge Männer verhaftet worden, nachdem der amerikanische Geheimdienst sie angeblich “online” ausspioniert hatte. Wie fadenscheinig die Geschichte ist, haben nicht nur unabhängige Blogs und Medien nachgewiesen. Richtige Angst wollte sich in der Folge nicht breitmachen, auch nicht bei denen, die den Verlautbarungen der Massenmedien glauben. Umfragen ergaben, die Terrorangst in Deutschland sei - gemessen an der angeblichen Bedrohungslage - gering. Auch das Bin-Laden Video, ebenso eine Fälschung, hat nicht dazu beigetragen, das Volk in Angst und Schrecken zu versetzten.
Nun legt Schäuble nach. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 16. September erklärt er: „Dass Terroristen einen Anschlag mit nuklearem Material vorbereiteten, ist die größte Sorge aller Sicherheitskräfte. Viele Fachleute sind inzwischen überzeugt, dass es nur noch darum geht, wann solch ein Anschlag kommt, nicht mehr, ob. Aber ich rufe dennoch zur Gelassenheit auf. Es hat keinen Zweck, dass wir uns die verbleibende Zeit auch noch verderben, weil wir uns vorher schon in eine Weltuntergangsstimmung versetzen.“ Ist der Bundesinnenminister nun ganz von Sinnen? Liegt in der Schublade des Ministeriums ein Plan? Sollen noch härtere Verbalgeschütze aufgefahren werden? Sollen wir glauben, dass nach mehr als stümperhaften Kofferbomben und einigen Fässern Wasserstoffperoxid die Terroristen fertige Atombomben in der S-Bahn spazieren fahren? Welche Zeitspanne fasst der Innenminister denn ins Auge, die uns noch zum Fröhlichsein verbleibt? Mit der Drohung eines Nuklearanschlages spielt er nun genauso wie US-amerikanische Angstpropagandisten."
Schäuble warnt seit längerem vor Terroranschlägen mit Atomwaffen, etwa am 28.1.2006: "Die Frage ist wohl nicht mehr, ob es einen Anschlag mit einer schmutzigen Bombe geben wird, sondern die Frage ist, wann und wo es ihn geben wird." So klingt das auch heute, und es wird immer noch von vielen Medien unkritisch gebracht. Nicht vergessen sollte man in diesem Kontext, dass Ende August ein B 52-Bomber "versehentlich" mit Nuklearsprengköpfen in den USA unterwegs war. Denn nach allen Aussagen von Kennern des Militärs und der genauen Vorschriften, die selbst die Entnahme eines Gewehres begleiten, kann sowas niemals irrtümlich passieren sondern nur von oben angeordnet werden.
Military Drills Raise Spectre Of Imminent False Flag Provocation ist wieder eine Warnung, dass War Games (von 17.- 21.9.) als Deckmantel für einen Angriff auf den Iran benutzt werden könnten. Die Übungen befassen sich mit Antiterrormassnahmen und werden bei verschärften Sicherheitsbestimmungen auf den beteiligten Militärbasen durchgeführt. "According to William Arkin's 2005 directory of military code names, Solid Curtain is a US Navy Fleet Forces Command anti-terrorism/force protection exercise. In Solid Curtain '03, Arkin reports, the drill scenario involved 15 simultaneous attacks across the country including the Corpus Christi naval air station, the Ingleside naval station, local shipyards, and other targets of attack in the coastal bend of south Texas. In earlier versions of Solid Curtain, the Newport Rhode Island naval station was featured in the scenario."
Erhöhter Sicherheitslevel war auch vor 9/11 zu beobachten, angeblich Teils wegen Terrordrohungen: "Persons of good will in the United States must demand that elected representatives and presidential candidates act to expose, denounce, and shut down these reckless and highly dangerous drills. Countries outside of the US must demand explanations from the US Embassy as to whether the US is indeed preparing a nuclear aggression against Iran, under the cover of a false flag war provocation. Countries not wishing to be drawn into the abyss of such a catastrophe must take steps now to assert their national independence."
Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti analysiert, wie wahrscheinlich ein Angriff auf den Iran ist: "Zunächst hat Präsident George Bush Ende August in seiner Rede vor Mitgliedern der Veteranenorganisation „Amerikanische Legion“ erklärt, dass die Entwicklung von Kernwaffen durch Iran die Gefahr eines „Nuklear-Holocausts“ für die Nahostregion in sich berge. Diese Bedrohung sei kein lokales, sondern ein globales Problem, und die USA würden, soweit es noch nicht zu spät sei, versuchen, diese Gefahr abzuwenden. Die Bereitschaft der USA, eine Militäroperation gegen Iran zu unternehmen, hat der US-Präsident bisher noch nicht in einer derart direkten Form bekundet.
Danach „verriet“ Alexis Debat, US-Experte für nationale Sicherheit aus dem Richard-Nixon-Center, in der Londoner „Sunday Times“ einen angeblichen Plan des Pentagon, massive Bombenschläge gegen 1200 Ziele in Iran vorzunehmen. Das Ziel des Plans bestehe darin, die iranische Armee innerhalb von drei Tagen völlig handlungsunfähig zu machen. Ein solcher Plan dürfte wirklich existieren. Erstens: Weil ein solches Szenario der Militäroperation in militärischer Hinsicht der optimalste von den bisher veröffentlichten ist. Und zweitens: Dies wäre im Stil der USA, über die bevorstehenden Handlungen zunächst ausführlich zu berichten - um den Gegner zu demoralisieren und zugleich die Zivilbevölkerung darauf vorzubereiten, um die Zahl der Opfer nach Möglichkeit zu verringern."
Es gehe bei den Drohungen gegen den Iran keineswegs nur um dessen Atomprogramm, sondern mehr noch um die Politik des Iran in der Region. Etwa, wenn Präsident Ahmadinejad erklärt, er habe genug Kräfte, um das entstandene Vakuum auszufüllen, sollten die US-Truppen aus dem Irak abziehen. Diese Aussage missfällt auch den Außenministern der arabischen Länder, die dies beim Treffen der Arabische Liga deutlich machten. Nicht nur Washington - auch die Außenminister der arabischen Länder haben bei ihrem jüngsten Treffen im Rahmen der Arabischen Liga in Kairo ihre große Besorgnis über diese Äußerung des iranischen Präsidenten zum Ausdruck gebracht. Darin sahen die Vertreter der arabischen Länder eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iraks. Seitens des Iran wird versucht, mit dem eigenen Potential an Wirtschaftskraft, Militär und Rohstoffen Einfluss im Mittleren Osten auszuüben.
Bernard Kouchner, der neue Außenminister Frankreichs, erregt mit der Warnung, die Welt müsse sich auf das Schlimmste vorbereiten, Aufsehen und Unverständnis. Das Schlimmste sei Krieg, betont er auf Nachfragen im Interview mit LCI Television und RTL Radio. "France has said repeatedly it wants the United Nations Security Council to pass tougher sanctions against Iran over its failure to dispel fears that it is secretly pursuing nuclear weapons. "We do not want to signal anything other than 'peace is in your interest, and in ours too,'" Kouchner said. Asked whether he believed U.S. President George W. Bush would launch air strikes against Iran before the end of his term of office, he said: "Honestly, I don't think we've reached that stage, not at all. At least I hope so." Kouchner also said Sunday that France had advised its large companies not to respond to tenders in Iran and repeated a call for greater pressure on Tehran over its nuclear program."
Vielleicht auch unter dem Eindruck des französischen Angebotes an Deutschland, gemeinsam über die Nuklearwaffen Frankreichs zu verfügen, interpretieren Kommentatoren wie Erich Freund im ORF (17.9.) Kouchners Aussagen als Aufforderung an die EU, Krieg mit dem Iran zu führen, wenn dieser sich nicht den Wünschen des Westens beugt. Andersrum wird vielleicht eher ein Schuh daraus: Kouchner wandte sich auch an die EU, doch für Sanktionen einzutreten, um so einen Krieg zu verhindern, den die USA führen wollen. Seitens der IAEO wird betont, dass es keine Anzeichen auf eine Verletzung des Atomwaffensperrvertrags durch den Iran gibt, dass aber sein friedliches Atomprogramm nicht transparent genug sei.
Was, wenn sich Kouchner im Sinne jener Kriegsgegner, die Warnungen veröffentlichen, so für einen Stopp der Angriffspläne einsetzt? Wir werden mehr wissen, wenn es Berichte von seinem heute angetretenen Russlandbesuch geben wird, bei dem er morgen, am 18.9., den russischen Außenminister treffen wird. Frankreich trat ja immer für eine eigenständige Linie auch gegenüber den USA ein und hat weder seine Atomwaffen noch seine Truppen in die NATO integriert. Russland führt übrigens auch militärische Übungen durch, bei denen zum einen Flugzeuge Kontrollziele darstellen und zum anderen Bodenziele angegriffen werden Ebenfalls am 20./21.9. parallel zu "Solid Curtain" werden Langzeitflüge mit Nachtanken über Ozeanen geübt.
Nun scheinen sowohl Russland als auch die USA dauernd irgendwelche Übungen oder Patrouillen zu haben, sodass uns dies vielleicht nicht weiter beschäftigen sollte. In Sachen Atom gibt es nun auch die Meldung, dass Syrien die isreaelische Aktion als Vorspiel zu einem Angriff ansieht: eine syrische Zeitung bezeichnet die Behauptungen als Lüge und erwähnt, dass die Regierung die internationale Gemeinschaft mehrfach dazu aufgefordert hatte, Israel die Nuklearwaffen wegzunehmen, damit der Mittlere Osten frei von Massenvernichtungswaffen ist. Auch Südkorea gibt Syrien recht: "Staatschef Song Min-soon hat am Montag Berichte über eine Kooperation von Nordkorea und Syrien in der Atomenergie in Zweifel gezogen, meldet die Nachrichtenagentur Yonhap.„Sollte Syrien Atommaterialien aus Nordkorea erhalten haben, so müsste es ein Lager zur Aufbewahrung dieser Materialien haben. Soviel mir bekannt ist, besitzt Syrien kein solches Objekt....
US-Verteidigungsminister Robert Gates (zuvor CIA-Chef, Anmerkung) hatte früher große Besorgnis über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Ländern im Atombereich geäußert. Der Minister weigerte sich jedoch, den Fakt solcher Lieferungen zu bestätigen. Washington beobachte aufmerksam beide Länder, fügte Gates hinzu. Falsch sollen auch Meldungen sein, dass Russland Waffen in den Irak liefere (zu "Aufständischen"). Es geht also bei Behauptungen nun schon um drei Länder, die miteinander verbündet sind: Syrien, Iran und Russland....ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt?!
Nachtrag 18.9.: David Blair, der den britischen Abgeordneten George Galloway gezielt diskreditierte, indem er behauptete, im eben eroberten Bagdad seien Dokumente zu einem "Deal" mit Saddam Hussein gefunden worden (Galloway verklagte Blair und bewann), schreibt im "Telegraph": Iran threatens missile attacks on US targets - der Iran drohe mit dem Abschuss von Langstreckenraketen auf amerikanische Ziele im Mittleren Osten. Tatsächlich wies der iranische General Koussechi darauf hin, dass die Amerikaner mit ihren Basen rund um den Iran logischerweise dadurch auch in der Reichweite iranischer Raketen sind. Dies, nachdem seitens der USA von 2000 Zielen im Iran bei einem Angriff die Rede war - den ja der Iran wohl nicht kampflos erdulden wird.
Blair weist darauf hin, dass Dubai nur 105 Meilen von der Grenze entfernt ist und voll mit westlichen Firmen, Touristen, Staatsbürgern, während der Iran schon die Insel Abu Musa, "auf die die Vereinigten Arabischen Emirate Anspruch erheben", nur 40 Milen von Dubai liegt. Andere potentielle ZIele sind, so Blair, der Osten Saudi-Arabiens, das Hauptquartier des US Central Command in Qatar (dem Ministaat, der auch Al Jazeera beherbergt), der Hafen von Bahrain, den den 5. Flotte der USA frequentiert und die Luftwaffenbasis Akrotiri in Zypern. John Abizaid, ehemals General der US-Armee und Leiter des Central Command im Mitleren Osten für fast vier Jahre, geht mit der Aussage an die Öffentlichkeit, dass die Welt auch mit einem nuklear bewaffneten Iran leben könnte.
Alexandra Bader
@ Iran siehe auch V...wie Vergleiche
PS: Schäubles grosses Terrormärchen bei bild-total.de ist eine lesenswerte Satire und für uns auch deswegen interessant, weil unsere beiden "Terrorverdächtigen" in Österreich zu einem in Deutschland hergestellten Video Infos zu Österreich geliefert haben sollen:
"Es war einmal ein Fritz Gelowicz aus Ulm. Der wächst also relativ normal auf und konvertiert angeblich mit 18 zum Islam über; wie ernst es ihm mit dem Wechsel zum Islam ist, zeigt sein Verhalten; er bleibt nach Aussagen von Freunden westlich orientiert. Etwas später tritt er in das Multikulturhaus in Neu-Ulm ein. Hier war auch schon der Finanz Chef von Bin Laden zu Besuch. Da der Verein ein Jahr später vom bayrischen Innenminister verboten und das Haus geschlossen wird ist davon auszugehen, dass es ( der Beweissicherung wegen ) zum Zeitpunkt des Eintrittes von Fritz bereits komplett abgehört wurde. Der BND war hier also stets im Bilde. Bei den jungen Moslemen beliebt wegen seiner deutlichen Worte war im Multikulturhaus Yehia Yusif ein promovierter Islamwissenschaftler der den Behörden als Hassprediger bekannt war. In Wirklichkeit arbeitete der allerdings für den Verfassungsschutz. Typisch bayrisch: Dass islamische Haus war tatsächlich also komplett in deutscher Hand."
"Die Lager im Norden Pakistans sind dem amerikanischen und deutschen Geheimdienst längst bestens bekannt. Seit Jahren wird die Gegend rund um die Uhr per Satellit und Drohnen überwacht. Bekannt sind den Geheimdiensten Anzahl der Fahrzeuge und der schweren Waffen, Anzahl der Teilnehmer und die Zeitpunkte der „Veranstaltungen“. Die öde Gegend bietet für Mensch und Material keine Möglichkeit sich zu verstecken und ist mit hochauflösenden Kameras per Satellit gut einsehbar. Die hoch sensible Technik kann auf Satellitenfotos mittlerweile sogar die Bartlänge der einzelnen Teilnehmer festhalten. Dort also „verabredeten“ die Drei angeblich in Deutschland einen Terrorakt.
Der falsche Fritz bleibt nur 3 Wochen im Camp und das stinkt gewaltig zum Himmel. Diese kurze Zeit reicht gerade um Kontakte zu knüpfen. Schäubles Zirkusleitung wird ihn nach seiner Verhaftung als Top-Terroristen in der Manege vorführen, einer der „den Umgang mit Chemikalien kennt“, sich „konspirativ verhalten kann“ und den „Umgang mit PCs beherrscht“; die Wirklichkeit sah freilich anders aus, denn Fritz konnte oder wollte später den Unterschied zwischen 30% Wasserstoffperoxid oder 3% nicht kennen; warum man das Anlegen eines Email Postfaches bei Yahoo in Pakistan besser lernt kann daran liegen das Pakistan einfach mal eine Reise wert ist und was am Reifen zerstechen vom Überwachungsauto konspirativ sein soll wird ein Geheimnis der ewigen Jagdgründe bleiben."
"Als erster jedenfalls verlässt der falsche Fritz das Camp in Richtung Deutschland. Von hier aus telefoniert er zurück nach Pakistan. Ein solches Telefonat ist selten dämlich denn es wird abgehört. Entweder hat er also im Camp, Sektion konspiratives Verhalten, nichts gelernt, dann wäre der falsche Fritz nur ein dummer Fritz. Schäuble aber sagt: hat er aber! Wie jetzt ? Schäuble weiß etwas was Fritz nicht weiß? Fritz jedenfalls sagt den Beiden er hätte die Sache vorbereitet und sie könnten nachkommen. Allmählich lässt sich der Verdacht vom falschen Fritz nicht mehr ausräumen. Denn BND und BKA sind berühmt dafür, dass sie mittels V-Männer komplette Straftaten initiieren also nicht nur die Tat selber anstiften, sondern auch noch logistisch organisieren um in den Genuss der Aufklärung zu kommen und ihre Mann-Stärke zu rechtfertigen. Dafür wurden sie in der Vergangenheit mehrfach vom Europäischen Gerichtshof gerügt und zur Entschädigung der Opfer verpflichtet."
"Im Mai 2007 gehen die Drei von der Tankstelle gemeinsam mit Schäuble ( der schaut von links über die Schulter ) bei einem Großhändler in Hannover Sprengstoff kaufen. Sie fahren mit einem verwanzten Auto, vielleicht weil die Physikerin Merkel in Sachen Chemie noch was dazu lernen will. Einen Monat später, am 22. Juni, fordert Schäuble ein Online Durchsuchungsgesetz. Es gibt keinen Grund für dieses Gesetz, denn für das Anlegen von anonymen Postfächern und öffnen ohne Mail Versand fließt kein Datenverkehr; damit ist das System ohnehin unknackbar. Schäuble bedient sich jetzt eines alten Kartentricks: er will eine Forderung aufstellen, die man erst für absurd hält um sie später nach der Auflösung des Wanderzirkus nach den Festen, Feiern und Lobpreisungen durchgehen lassen wird. Dazu macht er eine Pressestunde, lädt den Springerverlag ein und orakelt. Schäubles Staatssekretär Hanning gibt dem Springer Verlag dann auch noch gleich die Adresse vom falschen Fritz mit, einer Person, die angeblich als „Gefährder“ aufgelistet ist, welche man aber beruhigt besuchen kann.
Und jetzt passiert das Unglaubliche: Journalisten vom Springerverlag besuchen ca. am 13. Juni den falschen Fritz und fragen ihn wie er sich als Gefährder so fühlt. Der falsche Fritz spielt seine Rolle als Terrorist diesmal ganz ordentlich und sagt, dass er sich gut fühlt was schließlich kein Wunder ist: schließlich gehen ihn Schäubles 500 Kilo Sprengstoff, die zu diesem Zeitpunkt in seiner Garage liegen und einem Gesetz zum Durchbruch verhelfen sollen, nichts an. Wie immer in solchen verdeckten Ermittlungen geben die V-Leute oft selber die Richtung vor und so macht Fritz jetzt den Vorschlag, um bei ihren Fahrten den Peilsender zu entgehen, die Autos zu wechseln und Mietwagen zu nehmen. Tatsächlich hinterlegt er stets seine Personalien und erhält dann mit Wanzen präparierte Autos, denn: als am vergangenen Montag ein nichts ahnender Streifenpolizist, der das Auto der drei wegen aufgeblendeter Scheinwerfer kontrolliert, sich „verplappert“: „die stehen ja auf der Liste vom BKA“ hören die BKA-Fahnder mit, und sind entsetzt. Doch so langsam wird Fritz jetzt zum Problembären."
Mein
Feedback-Beitrag zu diesem Artikel |
|