updated 12.5.2008 HELFT MIR BITTE! BITTE! - Von Alexandra Bader - Liebe LeserInnen, ihr werdet eh festgestellt haben, dass es bei Ceiberweiber weniger neuen Inhalt gibt als ihr es gewohnt seid. Dies liegt daran, dass die einstige Herausgeberin Christiana Weidel, die immer noch gerne mit Ceiberweiber auf Veranstaltungseinladungen und auf Webseiten erscheint, bewusst nicht mehr um Förderungen einreichte. Diese wären zu bekommen, wenn sich eine Trägerorganisation findet oder mir andere Frauen (oder auch Männer) bei der Gründung eines Vereins helfen. Ich habe im letzten Jahr mehrfach Zivilcourage gezeigt durch Berichterstattung, die die Regierung sehr unterstützt hat und von der anderer Medien abwich. Da dies mächtige Kreise auf den Plan rief, die mich über eine anonyme Webidentität verleumdeten, bedrohten und einschüchterten (Frau Weidel nahm mich nicht in Schutz), hätte mich jemand auffangen müssen, was nicht geschehen ist.
Wenn man ein derartiges Risiko eingeht, kommt dann aber der Fall ins Bodenlose - da ich nur freie Dienstnehmerin war, kann ich auch kein Arbeitslosengeld beziehen und wäre auf Sozialhilfe angewiesen. Ich habe noch ein paar Ersparnisse und auch irrsinnige Angst um meine Wohnung, für die ich Kredite abbezahlen muss. Da mächtige Kreise natürlich auch überall intervenieren könnten, fürchte ich auch, dass die sehr intensiv betriebene Suche nach Jobs oder Aufträgen wie ein Laufen im Hamsterrad wird. Auch das ist natürlich beängstigend und etwas, das sich zB Regierungsmitglieder, für die man sich einsetzte, mit Einkommen jenseits der 100.000 € netto nicht vorstellen können. Als Überbrückung hoffe ich, dass Minister Buchinger zu seinem mehrfach gegebenen Wort steht, mir einen Werkvertrag zu geben; ich hätte dann etwas Luft und könnte nebenbei Job suchen. Ich habe sicher nicht die Absicht, mich jemals wieder mit jemandem anzulegen oder für jemanden einzusetzen (nicht nach dem Motto "Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, frag was du für dein Land tun kannst" - nur wenn ich Millionärin wäre), muss aber dennoch um mein nacktes Überleben fürchten.
Die Bilder sind von einer Fahrt nach Eisenerz zu Filmdreharbeiten, wo ich auch in dieser mir nicht so vertrauten Szene fragte, die jedoch von Durststrecke geprägt ist und wo MitarbeiterInnen immer nur projekteweise gesucht werden. Ansonsten habe ich einige Hinweise bekommen, besonders nett sogar von Menschen, die ich gar nicht persönlich kenne. Es ist dennoch eine sehr mühsame Sache, bei der wohl auch keine Rolle spielen wird, dass ich JournalistInnenpreise gewonnen habe, zuletzt die Medienlöwin 2007 (das Preisgeld hilft mir immerhin ein wenig beim Bezahlen von Kreditraten und dem Allernötigsten), denn aus der Medienszene sind die Reaktionen bislang vergleichsweise gering. Es kann auch vorkommen, dass jemand, den du gut kennst und über die du auch immer wieder berichtet hast, von der du eigentlich viel gehalten hast, sich völlig unsensibel verhält. Aber in solchen Situationen trennt sich eben die Spreu vom Weizen, und man erkennt, welche Menschen grundsätzlich Charakter haben und für Werte einstehen (auch ich bemühe mich, dies bedingungslos zu tun, selbst wenn es zu solch fatalen Resultaten führt, dass man sich von allen im Stich gelassen fühlt und nicht mehr weiterweiss).
Ratlos fühle ich mich im Moment auch, doch geht es mir hoffentlich so wie dem Rathaus von Eisenerz, das noch Grosses vor sich hat, wie berichtet wurde. Ich freue mich sehr über alle Tipps, über Mundpropaganda und auch darüber, wenn mir jemand anbietet, doch mal gemeinsam zu überlegen, was ich machen könnte (in diesem Sinne auch Dank an eine nette Bekannte, die sowas letzte Woche mit mir getan hat). Gerne nehme ich auch Einladungen zu Veranstaltungen an, wo ich vielleicht von selber nicht dran denken würde, hier mit anderen Menschen zusammezukommen, die gerade deswegen jobmässig was wissen könnten, weil sie nicht meine übliche Szene sind (ich habe mich in den letzten Monaten sehr "politiklastig" bewegt). Ich werde bei den Ceiberweibern auch über die Jobsuche berichten, weil die Gespräche ja auch Einblick bieten in eine der Politik nicht so geläufige österreichische Realität und es nie rein darum geht, dass da jemand eine Stelle oder einen Auftrag sucht. Ich werde auch offensiv auf Menschen zugehen, die ich gar nicht kenne, um einmal zu versuchen, ob nicht das erfolgversprechend ist.

Es wird durchaus auch Artikel bei Ceiberweiber geben, die anderen Inhalt haben, aber natürlich nicht in der Menge wie früher, solange ich kein Einkommen habe und in der Luft hänge. Als nächstes kommt ein Bericht über den ersten Insolvenzkongress am 13.5. in Wien, da ich dort, auch wenn ich keine Unternehmerin bin, sicher bestens hinpasse und mir auch sowas wie seelische Unterstützung holen kann, vielleicht sogar praktische Hilfe. Vorerst aber mal der "Hilferuf", der per Mail hinausgegangen ist und der recht genau beschreibt, was ich alles tun kann - am allerallerliebsten natürlich journalistisch arbeiten, das ist eh klar. Also dann - ich freue mich sehr auf eure Reaktionen, Anregungen, Ideen, Tipps, Feedback und Solidarität....
Liebe FreundInnen,aufgrund von recht heftigen Ereignissen. bei denen ich Zivilcourage zeigte, existiert Ceiberweiber nur mehr als Domain, da Frau Weidel den Trägerverein bewusst auflöste. Ich bin Domaininhaberin und das ist dann auch schon alles :-( Förderungen wären mit entsprechenden TrägerInnen zu bekommen, aber ich hänge völlig in der Luft, habe auch keine Arbeitslosenversicherung etc. Ich brauche daher dringend einen Job, es geht wirklich ums nackte Überleben.Bitte reagiert auf diese Selbstbeschreibung und leitet sie auch weiter, danke an alle: alexandra baderviele jahre journalistin (www.ceiberweiber.at), preisträgerin medienlöwin 2007 und alternativer medienpreis 2007, eine der wenigen so lange tätigen internetjournalistInnen in östereich10 jahre interneterfahrung (content - inhalt und aufbau eines internetangebotes - planen und erstellen, HTML, CMS)viele jahre erfahrung in recherche (auch in englischer sprache, in der ich fast perfekt formuliere)Kenntnisse PC und mac, grafik- und internetprogramme (derzeit ein CMS und dreamweaver), digitalfotografiebreites themenfeld, beliebig erweiterbar: politik (innenpolitik, internationale politik, EU), gesellschaftspolitik, gender und frauen, ökologie, tiere, spiritualität, kommentare zu aktuellen themen, kultur (kann auch beiträge aus wien für lokalmedien schreiben zb im bereich politik und kultur)Grundsätzlich recherche und schreiben über alles, da ich das wesentliche immer erfasse und alles sehr gut verständlich vermitteln kannstärken: analyse und strategie, strategische beratung (politik, auch wirtschaft wäre möglich, ich erkenne das wesentliche an einer situation und weiss, wie man am besten mit ihr umgeht), kreativität, kommunikation, ideenreichtum, kampagnen organisierenwunschjob(s): trägerverein für ceiberweiber, damit um förderungen eingereicht werden kann und ich nicht mehr völlig in der luft hänge (kein arbeitslosengeld etc.)job im bereich medien, pr, politisches umfeld, frauen- oder kulturvereineentweder fulltime job (tw. arbeit von zuhause aus) oder mehrere jobs und aufträge (artikel, webcontent und redaktionelle seitenwartung, beteiligung an kampagnen und projekten, recherche für dokumentationen etc.)nähere infos bei: alexandra@ceiberweiber.atoder alexandra.bader@chello.atPS: wenn euch in den letzten 10 jahren manches besonders gut an den ceiberweiber-berichten gefallen hat, sage ich sicher nicht nein zur unterstützung in einer prekären lage:alexandra badererste bank32875894BLZ 20111
und für ausland:
Alexandra Bader
IBAN AT782011100032999518
BIC GIBAATWW
Erste Bank
PPS: Ich muss deswegen so konsequent darauf achten, dass Frau Weidel nicht mit Ceiberweiber in Verbindung gebracht wird, weil sie ja immer wieder auch als Vertreterin von Ceiberweiber zu Veranstaltungen und Projekten eingeladen wurde. Ich bitte daher auch alle VeranstalterInnen und InitiatorInnen von Projekten zu bedenken, dass nunmehr nur Alexandra Bader Ceiberweiber repräsentiert. Aufgrund meiner prekären Lage kann ich Einladungen natürlich nur gegen Honorar annehmen. Es ist auch wichtig, dass im Internet nicht fälschlicherweise ein Konnex zwischen Frau Weidel und Ceiberweiber hergestellt wird, da potenzielle VeranstalterInnen etc. ja auch übers Web recherchieren. Es ist natürlich auch höchst merkwürdig, dass jemand bewusst nicht mehr um Förderungen ansucht, damit die Existenz eines immer hart arbeitenden Menschen vernichtet, dann dennoch mit der Arbeit dieses Menschen in Verbindung gebracht werden will.
Ausserdem möchte ich darauf hinweisen, dass ich auf üble Postings, wenn ich bei "Standard"-Foren zu Ceiberweiber verlinke, schlicht das antworte, was bitte auch andere, nette, einfühlsame, soiidarische Menschen erwidern sollten: Dass Menschen eigentlich dringend in Psychotherapie müssten, die noch dazu unter dem feigen Deckmantel der Anonymität auf am Boden liegende hintreten. Wo normale Menschen Mitgefühl erkennen lassen, kennen solche Menschen keinerlei Grenzen von Scham, Moral oder Charakter, sondern finden es im Gegenteil besonders toll, dass jemand ohnehin schon am Boden liegt, in der Annahme, sich dann eine besonderen Kick durch Gehässigkeit, Häme und Schadenfreude zu holen.
Leider sind die Reaktionen aus dem Medienbereich bislang eher bescheiden, was die Frage aufwirft, ob die Szene mit der anderen Medienlöwin 2007-Preisträgerin Sybille Hamann auch so umgehen würde. Dies aber schon deshalb nicht, weil sich der Preis bei ihr sicher auch auf journalistische Aufträge auswirkte, während es bei mir genau Null Anfragen gab. Umso nötiger hat das Land eigentlich meinen journalistischen Zugang, da dieser sogar für Medien selbst offenbar ein Stachel im Fleisch ist. Immerhin bin ich beispielsweise nie bereit gewesen, Gewalt gegen Frauen (und Gewalt allgemein) zu verharmlosen und auch nicht, Kommentare nur deswegen gut zu finden, weil sie von irgendeinem so wahnsinnig wichtigen älteren Herren der Medienbranche stammen.
Meine Art der Berichterstattung wurde meistens von in Schutz Genommenen als Akt der Solidarität verstanden, da sie weit über das übliche journalistische Interesse hinausging, ich besonders im Bereich Politik gut nachvollziehen kann, wie etwas für Involvierte ist. Vermutlich sollte man da dann sofort die Hand aufhalten oder Gegenleistungen verlangen, da eher geschätzt wird, wenn bislang negativere oder oberflächliche Berichterstattung moderater wird. Es ist jedenfalls mein Zugang, immer auch Werte zu vertreten und mich leidenschaftlich zu engagieren bei dem, was ich tue. Nun stellt sich für mich die Frage, welche mediale Zukunft hat eine Preisträgerin, die gerade für mutige Texte ausgezeichnet wurde, in diesem Land?
Siehe auch "Kein Land für Zivilcourage?"
Archiv Ceiberweiber bis 2007
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